altes Gold...neues Glück

 

Gold.

 

Nicht so oft in meinen Händen wie es mir lieb wäre, weil...naja, es wächst eben nicht in größeren Mengen am Baum, nein, es ruht meist in den Tiefen der Erde, und es ist ziemlich schwierig und aufwändig, es dort raus zu bekommen, und das (und noch so ein paar andere komplizierte Umstände des Welthandels, die ich hier nicht vertiefen will) macht es eben zu einer sehr kostspieligen Angelegenheit.

Deshalb bin ich immer besonders froh und glücklich, wenn altes Gold zu mir kommt.

Also alt im Sinne von geerbt, weiter gegeben, auf der Durchreise sozusagen.

Es ist ja in Wirklichkeit noch viel älter als ein oder zwei oder drei Menschengenerationen, es ist manchmal vielleicht sogar so alt oder älter als unser Planet.

Nun ergab es sich, dass wieder einmal jemand solches Gold zu mir gebracht hat, und daraus etwas neues anfertigen lassen wollte. Um auch dieses Gold dann wieder als Geschenk weiterzugeben. In diesem Fall - und das ist selten - war es ein schöner massiver Ring aus Feingold, also ein Traum für die Goldschmiedin!

Das Arbeiten damit, das Umbauen von solchem Material in ein neues Stück, ist immer wieder etwas ganz besonderes, und es steckt eine ganz eigene Geschichte drin.

Eine klitzekleine Episode aus dieser Geschichte möchte ich hier zeigen.

(Die Fotos sind nur einfache Handyschnappschüsse, daher nicht ganz so schön scharf.)

 

Aus diesem Ring aus Feingold wurde zwischenzeitlich ein ganz dünnes Blech, welches in kleine Schnipsel geschnitten wurde, um dann mit Silber und Kupfer zu einer neuen Legierung verschmolzen zu werden.

Über verschiedene Walz,- und Schmiedevorgänge entstand ein flacher Barren, aus dem dann eine Scheibe ausgesägt wurde.

Am Ende, nach etlichem Feilen, Sägen, Schmirgeln und Schmieden, war das Stück fertig, und es ist, wie seine zukünftige Trägerin:

EINZIG-ARTIG.

 

Es war mir eine Freude!

 

 

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